Programme der Sportjugend Berlin zur Sporteinheit

Mittwoch, 29. April 2026

Motto der Sportjugend Berlin:

Sport macht Spaß und bringt Kontakt!

 

1989

Unterstützung von Begegnungen im Kinder- und Jugendsport

durch finanzielle Hilfen der Sportjugend und des NOK der Bundesrepublik

Einweihung des ersten SportJugendClubs in Kreuzberg

als Modell für Stadtteilprojekte in Ost-Berlin

Volleyball-Stadtauswahl der weibl. Jugend A aus Istanbul in Berlin

Spiele gegen die Stadtauswahl des VVB und des TSV Rudow

 

1990

Aktionsprogramm Kinder- und Jugendsport 2.000

als Teil des zukünftigen LSB-Freizeitsportplans

1000 Kinder aus West und Ost im Olympiastadion

Anstellung von Vereinsberatern und Regionalkoordinatoren

Sportjugend-Events in Berlin (Ost) und Potsdam

Gründung der Sportjugend der DDR und der Sportjugend Berlin e.V.

Bildungsoffensive der Sportjugend Berlin in den Neuen Bundesländern

Berliner Stadtauswahl Fußball-Jugend B nach Istanbul und Nord-Zypern

Gründung der Sportjugend in den Neuen Bundesländern

Fahnenhissung der Sportjugend Berlin

vor dem Reichstagsgebäude am 3. Oktober 1990

Auflösung der Sportjugend Berlin (Ost) zum Jahresende

 

 

1991

Sommer der Begegnung

Ferien bei Sport und Spiel im Umland

Gründung von Arbeitsgemeinschaften der Sportjugend

in den Ostberliner Bezirken nach dem Jugendhilferecht

Frühere DTSB-Sportwerbegruppe in Istanbul, Ankara und Nord-Zypern

AGAG-Programm des Bundes im SportJugendClub Lichtenberg

Gründung des Frauensportzentrums HEDA in Lichtenberg

Mehr als 500 Mitarbeiter(innen) in Programmen der Bundesanstalt für Arbeit

Initiative SPORTverein(t) des Regierenden Bürgermeisters

 

1992

Programm zur Anstellung von Jugendtrainern

Programm zum Aufbau freier Träger der Jugendhilfe

Kooperationsvertrag mit der Brandenburgischen Sportjugend

Ausweitung der Sporthelferkurse an der Jugendbildungsstätte

Betriebsbeginn der Sport für Berlin gGmbH mit 220 Personalstellen

Erwerb des Jugendferienparks Ahlbeck/Usedom

Eröffnung der Kontakt- und Beratungsstelle in Marzahn

Fußballjugend-Auswahl Brandenburg in Istanbul und Nord-Zypern

Ausweitung des Fan-Projektes und des Projektes Kick gegen Jugenddelinquenz

 

1993

Olympiatage des Kinder- und Jugendsports im Olympiastadion

Sonderprogramm „Berlin bewegt sich“ mit Verbänden und Vereinen

Wasserspektakel, Eiszirkus und Sportfasching im FEZ Wuhlheide

Sportjugend-Projekte zu „Jugend mit Zukunft“ mit 100 Personalstellen

Aufbau von SportJugendClubs, Mädchensportzentren und Mobilen Teams

Errichtung von Skater-Rampen, BMX-Parcours und Klettertürmen

Erste Schoolfinals im Streetball mit dem Basketballverband

 

 

1994

Erstes Kinder- und Jugendfestival im Sportforum Hohenschönhausen

Bewegungswochen zum Mädchen- und Frauensport

 

 

1995

Jahr des Ehrenamtes

Stadtauswahl Istanbul weibl. Jugend A in Berlin und Potsdam

Weibl. Volleyball-Jugend A des CJD in Istanbul und Mugla

 

1996

Demonstrationszug der Sportjugend Berlin

„Jugend braucht Zukunft“ zum Roten Rathaus

Gründung des Vereins für Sport und Jugendsozialarbeit

Weibl. Volleyball-Jugend A des VC Olympia in Istanbul und Izmir

 

 

1997

Jahr des Kinder- und Jugendsports

Stadtauswahl Istanbul weibl. Volleyball-Jugend A in Berlin und Eichwalde/Potsdam

 

 

1998

Weibl. Volleyball-Jugend A des VC Olympia in Istanbul und Izmir

 

 

1999

Event 10 Jahre Mauerfall am Brandenburger Tor

Wahlforderungen „Jugend wählt Sport“ der Sportjugend  Berlin

 

 

2000

20. Deutsch-Türkische Sport- und Jugendbegegnung

Weibl. Volleyball-Jugend A des VC Olympia in Istanbul und Izmir

Aufbauleistungen „Ost“ zur Sporteinheit des Landessportbundes und der Sportjugend Berlin

Mittwoch, 29. April 2026

 

  • Eintragung von Sportvereinen in das Vereinsregister (e.V.)
  • Anstellung von Vereinsberatern und Regionalkoordinatoren
  • Erweiterung des LSB-Präsidiums und SJB-Vorstandes
  • Anstellung von Landestrainern und Ausbau von Bundesstützpunkten
  • Erweiterung des Olympiastützpunktes Berlin (Trägerverein)
  • Erweiterung aller Zuwendungs- und Förderungsprogramme
  • Zuwendungen für Jugendtrainer der Vereine
  • Sonderprogramme für den Breiten- und Freizeitsport
  • Erhalt von Sportstätten der Betriebe einschl. Restitutionshilfen
  • Personalkostenzuschüsse für Vereine und Verbände
  • Unterstützung der Olympiagesellschaft „Berlin 2.000“
  • Anstellung von 16 Verwaltungskräften (LSB/SJB)
  • Aufbau der Zweigstelle Grünau der LSB-Sportschule
  • Weiterbildungs- und Ausbildungsmaßnahmen der Sportschule
  • Kooperationsverträge mit dem LSB und der SJ Brandenburg
  • Aktionsprogramm Kinder- und Jugendsport 2.000
  • Sonderprogramm „Jugend mit Zukunft – Berlin gegen Gewalt“
  • Aufbau von SportJugendClubs und Mobilen Teams
  • Gründung des „Kinder- und Jugendfestivals“ mit Juventus
  • Aufbau der „Sportjugend“ in den Neuen Bundesländern
  • Bildungsoffensive der Jugendbildungsstätte in den NBL
  • Ausbau der Jugendsozialarbeit und des Integrationssports
  • Sonderprogramme im Mädchensport und Behindertensport
  • Erhalt der Kinder- und Jugendsportschulen (Arbeitsgruppe)
  • Erwerb und Ausbau des Jugendferienparks Ahlbeck/Usedom
  • Erhalt des Sport-Leistungszentrums Kienbaum (Trägerverein)
  • Gründung der BQG „Sport für Berlin gGmbH“ zur Anstellung von p.a. 200 bis 300 Sportpädagogen, Sportlehrern, Trainern, Sportwissenschaftlern, Kulturpädagogen, Gymnastiklehrern, Journalisten, Handwerkern und Verwaltungskräften in Vereinen und Verbänden einschl. deren Qualifizierung und Weiterbildung.

Daten zur Jugend- und Sozialarbeit der Sportjugend Berlin

Mittwoch, 29. April 2026

 

1945      Anordnung der Alliierten Kommandantur: Jugendverbände müssen von Erwachsenenverbänden unabhängig sein und ein ‚Jugendleben nach eigener Ordnung‘ führen.

1948      Im Jahr der Währungsreform entstehen unterschiedliche Strukturen der Jugendarbeit in West und Ost. Abspaltung von Ost- und West-Berlin durch die Blockade.

1949      Gründung des Sportverbandes Groß-Berlin (heute LSB) als ‚Verband der Vereine‘. Gustav Schulze wird zum Jugendwart gewählt. Erster Jugendleiter-Lehrgang im Haus am Rupenhorn.

1950      Gründung der Deutschen Sportjugend. Die Sportjugend Berlin betreibt ihr erstes Ferienlager in Heiligenhafen/Ostsee.

1951      Der Sportverband Berlin wird mit knapper Mehrheit ein ‚Verband der Verbände‘.

1952      Die Sportjugend Berlin organisiert das Bundesauswahllager der Jugend für die Olympischen Spiele in Helsinki.

1953      Die erste ‚Jugendordnung‘ der Sportjugend Berlin wird verabschiedet. Im Verbandsorgan Berliner Sport erscheint monatlich die Beilage „Berliner Sportjugend“. Die Sportjugend ist          Mitglied in sechs von zwölf Berliner Bezirksjugendringen.

1954      Nach dreijährigen, unerfreulichen Diskussionen wird die Sportjugend in den Landesjugendring Berlin aufgenommen. Das Thema „Sport und Umwelt“ steht auf der Tagesordnung eines Jugendleiterlehrganges der Sportjugend Berlin. In der Jugendbeilage werden Modelle aus den USA zur Begrenzung der Jugendkriminalität durch Sport vorgestellt. Der Sportverband weiht die Sport- und Jugendleiterschule der Sportjugend in Gatow ein.

1959      Durch Gesetz wird ein Vertreter des Sports im Landesjugendwohlfahrtsausschuss verankert.

1961      Vollversammlung der Deutschen Sportjugend in der Berliner Kongresshalle (nach Mauerbau).

1962      Aus der bisherigen Jugendbeilage wird die monatlich erscheinende Zeitschrift ‚die sportjugend berlin‘.

1964      Die Sportjugend Berlin beschäftigt mehrere Betreuer für die „Berlin-Begegnungen“ der bundesdeutschen Schulen und Sportvereine. In den Rehbergen wird das 1. Deutsch-Französische Jugendtreffen veranstaltet.

1966      Die Sportjugend übernimmt den Vorsitz im Landesjugendring Berlin.

1967      Durch das Karlsruher Urteil wird der Vorrang freier Träger in der Jugendarbeit vor staatlichen Angeboten verankert (Subsidiarität). Die Neu-Organisation der Jugendhilfe nimmt ihren Anfang.

1968      Wegen der Studentenunruhen ruft der Präsident des Landessportbundes Berlin die Mitgliedsorganisationen und Vereine auf, sich mit den Forderungen junger Menschen und ihres Protestes auseinanderzusetzen. Der Sportjugendaustausch mit Israel beginnt.

1969      Die Sportjugend Berlin organisiert die a.o. Vollversammlung der Deutschen Sportjugend bei der der Austritt aus dem Deutschen Bundesjugendring beschlossen wird. Der Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ wird in Berlin begründet. Die „Sportliche Jugendbildung“ wird Bestandteil des Bundesjugendplanes und löst in Berlin lebhafte Diskussionen aus.

1970      Die Sportjugend beginnt an der Sportschule mit der Ausbildung von Lizenz-Jugendleitern.

1971      Im Vorfeld der Olympischen Spiele München 1972 veranstaltet die Sportjugend Berlin mit der Deutschen Sportjugend im Olympiastadion ein Umweltfestival „Sport 1980‘“. Im Mittelpunkt steht ein Moderne Dreikampf für Sauberes Wasser, Saubere Luft, Saubere Umwelt.

1972      Der Vorstand der Sportjugend Berlin beschließt die Aufnahme von Sport- und Jugendkontakten zur DDR und Ost-Berlins.

1974      Die Sportjugend startet ihre Offensive „Langes Sitzen macht nicht klüger – Kinder brauchen Bewegung“ zur Psychomotorik im Elementarbereich. Im Bezirk Wedding findet das erste „Deutsch-Türkische Kindersportfest“ statt. Die Sportjugend Berlin besucht in einer Gedenkstättenfahrt Lidice und Prag. Moskau und Leningrad sind die ersten Ziele der Sportjugend in ihren neuen Ostblockkontakten.

 

1977      Auf der Spandauer Zitadelle wird das neue Bildungs- und Verwaltungszentrum der Sportjugend Berlin eingeweiht.

1978      In zwei Kitas für Kinder mit Behinderungen in Tempelhof und im Märkischen Viertel werden 4 Gymnastiklehrerinnen der Sportjugend tätig.

1979      Die Sportjugend übernimmt im Auftrag des Senats die Weiterbildung von Erziehern/Erzieherinnen in der Bewegungserziehung im Vorschulalter. In der Diskothek Metropol wird regelmäßig „Jazz-Dance“ für Behinderte und Nicht-Behinderte (Rollstuhltanz) mit Unterstützung des Senats angeboten.

1980      Der „Deutsch-Türkische Kindertreff“ der Sportjugend Berlin wird mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet. Der Senat veranstaltet mit der Sportjugend die erste Infobörse „Sport und Jugendarbeit“ im Haus am Rupenhorn. Der ‚Neue Rundbrief‘ der Senatsjugendverwaltung widmet sich diesem Thema. Das neue Sportjugendprogramm „Ausländersport“ wird begonnen.

1982      Die Sportjugend diskutiert mit dem Senat von Berlin und dem LSB-Präsidium ihre Thesen zum Jugendprotest und zur Mitbestimmung von Jugendlichen (Trimm Dich durch Mitbestimmung).

1983      Die Sportjugend Berlin eröffnet in Moabit die 1. Beratungsstelle für Ausländer. Der Sportjugendaustausch mit der Türkei wird begonnen.

1985      Gemeinsam mit der TU Berlin stellt die Sportjugend die erste wissenschaftliche Studie zum Verhalten von Fußball-Fans vor.

1986      Der Landessportbund und die Sportjugend Berlin weihen ihren neuen Sitz in den „Stadion-Terrassen“ des Olympiastadions ein (Haus des Sports und Bildungsstätte der Sportjugend).

1987      Als Auftakt der 750-Jahrfeier Berlins veranstaltet die Sportjugend mit der Wirtschaftsinitiative „Impulse der 80-er Jahre“ ein ganztägiges Internationales Kinderfest in der Deutschlandhalle.

1988      Zum Europäischen Kulturjahr (E88) veranstaltet die Sportjugend Berlin internationale Jugendbegegnungen, mehrere Kulturwettbewerbe und ein Europäisches Kinderfest auf dem Olympiagelände mit 40.000 Besuchern.

1989      Am Kottbusser Tor eröffnet die Sportjugend ihren ersten „SportJugendClub“ und bringt damit Bewegung in die Aufgabenstellung der bisherigen städtischen Jugendfreizeitheime.

1990      Das Jahr ist von der friedlichen Revolution und dem Aufbau neuer, gemeinsamer Sportstrukturen zwischen den bisher getrennten Teilen Berlins geprägt. 14 Jugendliche der Sportjugend Berlin aus Ost- und West ziehen in der Nacht vom 2. Zum 3. Oktober vor dem Reichstag die Bundesflagge auf.

1991      Aufnahme des Programms „Kick – Sport gegen Jugenddelinquenz“ der Sportjugend Berlin. Ausweitung der Betreuungsprogramme für Aussiedler und Start der Kampagne „SPORTverein(t)“. Verabschiedung des „Aktionsprogramms Kinder- und Jugendsport 2000“.

1992      Die Sportjugend Berlin beteiligt sich an den Bundesprogrammen zum „Aufbau freier Träger (AfT)“ und gegen „Aggression und Gewalt (AgAG)“. Der Erwerb und Ausbau des „Jugendferienparks“ und der „Europäischen Begegnungsstätte“ in Ahlbeck wird begonnen.

1993      Die Sportjugend Berlin übernimmt große Teile des dreijährigen Landesprogrammes „Jugend mit Zukunft“. Mehrere Sportjugend- und Mädchenclubs sowie Sozialprojekte werden eröffnet. Im Mittelpunkt der Vollversammlung steht das Thema „Jugend und Gewalt“. Die Sportjugend wird Mitglied des Trägervereins der „Werkstatt der Kulturen“ in Neukölln.

1994      In Hohenschönhausen findet das 1. Berliner Kinderfestival statt. Die Parlamentspräsidentin stellt die Ehrenamtskampagne der Sportjugend Berlin vor.

1995      Die Sportjugend beteiligt sich mit innovativen Konzepten am Stadtdialog „Jugend in Berlin“. Unter dem Titel „Jugend braucht Zukunft“ übergibt die Sportjugend Berlin dem Abgeordnetenhaus eine mit Trauerrand versehene „Streichliste“. Die Sportjugend gründet den „Verein für Sport und Jugendsozialarbeit“ (VSJ).

1996      In einem Protestzug vom Kollwitzplatz zum Berliner Rathaus demonstrieren mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche der Sportjugendprojekte gegen die Beendigung des Programms Jugend mit Zukunft.

 

1997      Im Jahr des Kinder- und Jugendsports wird bundesweit zur Fachtagung „Schwung und Bewegung in Jugendhilfe und Sozialarbeit“ eingeladen. In einer Radsternfahrt „Wir radeln für Kinderrechte“ wird Genf erreicht. Die Bildungsstätte der Sportjugend Berlin feiert ihr 20-jähriges Bestehen.

1998      380.000 Besucher kommen zum 5. Berliner Kinderfestival der Sportjugend nach Hohenschönhausen.

1999      Zehn Jahre Mauerfall werden vor dem Brandenburger Tor gefeiert. Der Jugendevent der Sportjugend und des VSJ in der Arena Treptow steht unter dem Motto „Europa in Bewegung“. Zum 50. Bestehen feiert die Sportjugend Berlin in der Max-Schmeling-Halle eine große Kinder- und Jugendsport-Show „Forever Young“.

2000      Umzug der Bildungsstätte von den Stadion-Terrassen in die frühere Unteroffiziersmesse an der Hanns-Braun-Straße des Olympiaparks.

2001      Scheckübergabe für ‚Kick the ropes‘ durch Edwin Moses, Nadia Comaneci und Boris Becker der Sport for Good Stiftung. Programm des Berliner Fußball-Verbandes mit der Sportjugend und dem Senat „Präventionsmodell Berliner Jugendfußball gegen Gewalt“. Neue Plakatserie „Sport kennt Gegner, aber keine Feinde“ zur Toleranz in Sport und Gesellschaft. Start des „Freiwilligen Sozialen Jahres“ im Sport durch die Sportjugend. SJB-Bundestagung „Sport und soziale Arbeit gegen (rechte) Gewalt und Extremismus“.

 2002     Die Sportjugend beteiligt sich mit einem Marathonparcours Berlin-New York“ am deutsch-amerikanischen Freundschaftsfest im Garten des Bundeskanzleramtes.

2002      Start des Integrationsprogrammes „Kick on Ice“ der Sportjugend mit Katharina Witt.

2003      Mit der Aufnahme des Bereichs „Körper, Bewegung und Gesundheit“ in das ‚Berliner Bildungsprogramm‘ für Kinder in Tageseinrichtungen wird Bildungsgeschichte geschrieben.

2004      Landessportbund und Sportjugend gründen die gemeinnützige Kindergartengesellschaft „Kinder in Bewegung (KIB“. Die SJB-Kampagne „Kleine kommen ganz groß raus“ führt zu einem Mitgliederanstieg in den Sportvereinen.

2005      Das Projekt „Kick – Sport gegen Jugenddelinquenz“ erhält einen Präventionspreis der Landeskommission gegen Gewalt.

2006      Das Fan-Projekt der Sportjugend beteiligt sich mit einem Fan-Camp an der Fußball-Weltmeisterschaft.

2008      Die Vollversammlung der Sportjugend Berlin verabschiedet eine Resolution zum ‚Kinderschutz‘. Der Verein für Sport und Jugendsozialarbeit gründet die gemeinnützige GSG als zukünftiger Projektträger

 

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75 Jahre Deutscher Sportbund

Mittwoch, 04. Februar 2026

Groß gefeiert hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) den 75. Tag der Gründung des Deutschen Sportbundes nicht. In kleiner, ausgewählter Runde traf man sich am 10. Dezember 2025 zur Erinnerung am alten Gründungsort im Hodler-Saal des Rathauses von Hannover. Die Pressemeldungen waren knapp, standen doch finanzielle Fragen und das Abhandenkommen der Augenhöhe gegenüber dem Staat in Sachen richtiger und zukünftiger Sportförderung im Fokus des 2006 aus dem DSB und dem NOK vereinigten Dachverbands des deutschen Sports. Wieder einmal ging es um die Spitzensportförderung, weniger um die größte Bürgervereinigung für Sport und Bewegung, die Sicherung des Vereinssports und den Erhalt und Bau von neuen Sportstätten. Schon die Gründung 1950 war von starken Spannungen bis hin zu Grundsatzfragen erschwert worden. Ein Déjà-vue im Hinblick auf Motivation und Empathie als Gastgeber für Olympische und Paralympische Spiele im eigenen Land?

 

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Johann Marker – Turnlehrer, Sprach- und Heimatforscher

Donnerstag, 23. Oktober 2025

Der 1984 im Alter von 87 Jahren in Berlin verstorbene Turnlehrer Johann Marker war seit Ende der zwanziger Jahre ein bekannter Sportautor. Er widmete sich besonders dem Grundschulsport der Kinder und dem Ballspiel, trat aber auch als „Wissenschaftsjournalist“ an die Öffentlichkeit. Mehr als 80 Veröffentlichungen in Fachzeitschriften sowie fünf Bücher verzeichnen die Bibliografien (s. Anlage). Dazu gehören auch Beiträge zur Sprachwissenschaft und nach dem Krieg zur Berliner und Brandenburger Geschichte. An ihn soll erinnert werden.

 

Johann Marker wurde am 29. November 1896 in Charlottenburg geboren. Sein Vater Karl Marker war Maurer, seine Mutter Maria, geb. Schöpe, Verkäuferin. Er hatte eine ältere Schwester Margarethe und zwei jüngere Hedwig und Magdalena, alle waren katholischer Konfession. Die Familie wohnte in der Schillerstr. 79 in Charlottenburg, das damals noch selbständige Stadt war. Er besuchte dort die 242. Gemeindeschule und erhielt 1911 sein Entlassungszeugnis. Noch vor Ausbruch des 1. Weltkrieges zog die Familie nach Fraustadt (heute: Wschowa) in der preußischen Provinz Posen. Dort schrieb sich Johann Marker 1914 in das Königliche Lehrerseminar mit dem Berufsziel des Volksschullehrers ein.  1917 wurde er trotz seiner geringen Körpergröße zum Lehrgang für Kriegsseminaristen einberufen und als Unteroffizier dem Füsilier-Regiment 39 zugewiesen. 1919 folgte seine Entlassung aus dem Wehrdienst. Er setzte das Lehrerstudium in Fraustadt fort und bestand dort im November 1919 die Erste Staatsprüfung. Danach wechselte er nach Berlin-Lichterfelde und erhielt 1920 nach dem Zweiten Staatsexamen das Zeugnis zur Anstellung als Lehrer an Volksschulen.

In den Hungerjahren und der großen Arbeitslosigkeit entschied er sich für eine Fortsetzung des Studiums. Er besuchte die Preußische Hochschule für Leibesübungen (Landesturnanstalt) in Spandau und machte 1922 nach einjähriger Ausbildung das Diplom als Turn-, Schwimm- und Ruderlehrer. 1923 erhielt er von der staatlichen Prüfungskommission die Befähigung zur Tätigkeit als Mittelschullehrer und besuchte in Spandau Fortbildungen im orthopädischen Turnen.  Im staatlichen Lehrerseminar Berlin-Lichterfelde belegte er 1925/26 Ergänzungskurse in Latein und Griechisch, die 1927 zum Reifezeugnis führten. Er war nunmehr bestens für den Schuldienst und ein Universitätsstudium ausgebildet, hatte aber keine Chance auf Anstellung. So immatrikulierte er sich 1926 an der Friedrich-Wilhelm-Universität zu Berlin, der heutigen Humboldt-Universität.

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Das Neuköllner Jahn-Denkmal – ein historischer Ort im Fokus des zweiten Jahrtausends.

Montag, 11. August 2025

Ein Beitrag zum politischen „Bildersturm“ in Berlin-Neukölln

 

Die große Freifläche vor dem Jahn-Denkmal im Neuköllner Volkspark Hasenheide eignet sich nicht nur für Sportvorführungen und Turnfeste, sondern auch als Ort vielfältigster politischer Demonstrationen. Hier haben die legendären Berliner Bürgermeister Ernst Reuter und Willy Brandt gemeinsam mit Bundesministern und Persönlichkeiten aus Sport und Politik Jahns Verdienste um die Einheit, Freiheit und Demokratie und seine Tätigkeit als Abgeordneter des ersten deutschen Parlaments von 1848 hochgehalten. Freiheitsläufe der Bundesländer und der Europäischen Union wurden vor dem Jahndenkmal gestartet. Das Berliner Jahn-Denkmal und das an der Rixdorfer Höhe stehende Denkmal der Trümmerfrauen sind Ikonen der Sport- und Berlin-Geschichte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es kommt einem vor, als wenn seit der friedlichen Revolution und der wiedergewonnenen Einheit die Person Jahns ‚abgehakt‘ wurde und nun wieder wie seit 200 Jahren die weniger hellen Flecken seiner bewegten Biografie herausgekehrt werden. Das geht hin bis zum Zugriff auf alte NS-Narrative oder die vor 1933 aggressiv geführte „völkische Turnfehde“ zwischen den deutschen und den antisemitischen österreichischen Turnverbänden der Kaiserzeit und Nachkriegsrepublik.  Das der von Jahn begründete Vereinssport heute immaterielles Weltkulturerbe der Unesco ist, wird von Kritikern nicht erwähnt. Auch hat er die soziale Offensive des Sports durch eigenes Vorbild begründet.

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100 Jahre Sportmuseum Berlin

Mittwoch, 23. Juli 2025

Das 12. Symposium der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS) findet vom 30. September bis 2. Oktober 2025 im Manfred-von-Richthofen Haus des Landessportbundes Berlin statt. Mehr als 20 Vortragende beschäftigen sich mit dem Thema „Das Gedächtnis des Sports stärken – den sporthistorischen Diskurs fördern“. Berlin ist Tagungsstadt in Erinnerung an die Gründung des ersten „Museums für Leibesübungen“ vor 100 Jahren, dessen Nachfolger das Sportmuseum Berlin ist. Neben der DAGS und dem LSB Berlin ist Veranstalter das Forum für Sportgeschichte als Mitgliedsorganisation des Landessportbundes Berlin und Förderervereins des Sportmuseums. Das Symposium wird auch von der Claus-und-Brigitte-Hollstein-Stiftung unterstützt. Nähere Angaben und den Symposiumsflyer gibt es beim Forum für Sportgeschichte im Olympiapark Berlin, Hanns-Braun-Straße/Adlerplatz 1, 14053 Berlin. E-Mail: Dags-Seminar-2025@t-online.de.

Der Sport braucht seine Archive

Mittwoch, 23. Juli 2025

Wer im Sport eine Jubiläumsschrift schreiben oder sich auch nur vergangener Wettbewerbe und Erlebnissen erinnern möchte, der braucht Archive. Man kann sagen, dass es ohne gesicherte Sportüberlieferungen und Sammlungen keine Sportgeschichte gibt. Der preußische Gelehrte Wilhelm von Humboldt hat das mit der Aussage „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“ bekräftigt.

Ein Beitrag zum 12. Symposium der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen (DAGS) vom 30. September bis 2. Oktober 2025 im „Manfred-von-Richthofen Haus“ des Landessportbundes Berlin. Thema des Symposiums: Das Gedächtnis des Sports stärken – den sporthistorischen Diskurs fördern.

 

 

 

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Vor 50 Jahren: Menschen mit und ohne Rollstuhl rocken die Eissporthalle

Mittwoch, 04. Juni 2025

Vom 1. bis 5. Juli 1975 fand in Berlin (West) die 6. Gymnaestrada statt, eine der schönsten Veranstaltungen des Weltsports. Mit Vorführungen internationaler Turnverbände, von Universitäten und Hochschulen, Gymnastikschulen und Vereinsgruppen aus 36 Ländern. Die Vorführ- und Veranstaltungsstätten auf dem Berliner Messegelände, in der Deutschlandhalle und im Olympiastadion erlebten einen großen Publikumsandrang und führten zu begeisterten Berichten in den Zeitungen und Medien. 20.000 Gäste waren in die geteilte Stadt gekommen. Ein Wermutstropfen war die Absage der Ostblockstaaten, kaschiert wegen der Teilnahme Südafrikas, Israels und Taiwans. Ein Politkrimi im Ost-West-Geschehen der siebziger Jahre, auch heute noch eine spannende Geschichte.

Beim Weltturnfest kam es zu einer Sternstunde der Inklusion: 60 Studierende der TU München rockten gemeinsam mit behinderten Kindern, Jugendlichen und Senioren im Rollstuhl in den Messehallen und beim Finale vor 10.000 begeisterten Zuschauern in der Eissporthalle am Funkturm. Die unter dem schlichten Titel „Tanzen – Freizeitsport für alle“ angekündigten Auftritte leiteten einen Paradigmenwechsel ein. Behinderte mussten sich nicht mehr verstecken und separieren, sie konnten vor aller Öffentlichkeit ihre Freude am und beim Sport zeigen. Nicht-Behinderten spielten und tanzten mit ihnen gemeinsam. Die internationalen Medien aus fünf Kontinenten berichteten über diesen Höhepunkt der Gymnaestrada, ein Bann war gebrochen. Fünfzig Jahre später sprechen wir über Inklusion als einer der Kernaufgaben unserer Gesellschaft und erinnern uns eines gewaltigen Lernprozesses, der sich auch im Sport vollzogen hat.

 

 

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Erziehung zur Demokratie

Montag, 03. März 2025

SPORTGESCHICHTE(N)

Zum Schwerpunkt „Junges Engagement“

 

80 Jahre nach Auschwitz und dem Kriegsende diskutieren wir wieder über Antisemitismus und Demokratie. Die Potsdamer Konferenz der Alliierten hatte 1945 ein deutliches Zeichen gesetzt: Das Wissen um die Verbrechen der NS-Diktatur sowie eine demokratische Erziehung der Jugend sollten das Bildungswesen in Nachkriegsdeutschland prägen und zu einer breiten „Entnazifizierung“ und Re-Education führen. Die West-Alliierten sahen hier Demokratie als zukünftige Lebensform an, während die Sowjets nach ihrem Austritt aus dem Kontrollrat eine „Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten“ präferierten.  In der Bundesrepublik regelt heute das „Sozialgesetzbuch VIII die Kinder- und Jugendhilfe“, in der DDR bestand ein „Jugendgesetz“ in Anlehnung an 1946 verabschiedete Grundsätze der Freien Deutschen Jugend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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