Vor 150 Jahren wurde Prof. Dr. August Bier geboren – der Arzt, der Leibesübungen förderderte.

Sonntag, 11. Dezember 2011

 

 

Er war ein genialer Chirurg und weltweit bekannter Arzt: Aber August Bier hatte auch enge Beziehungen zum Sport und ist seit 1921 Namensgeber der „August-Bier-Plakette“ der Deutschen Sporthochschule Köln.  Vor 150 Jahren, am 24. November 1861 wurde er in Helsen/Bad Arolsen geboren und ging in Korbach zur Schule. Nach dem Medizinstudium in Berlin, Leipzig und Kiel arbeitete er an den Universitätskliniken in Kiel, Greifswald und Bonn. Von 1908 bis zu seiner Emeritierung 1932 leitete er die Chirurgische Klinik der Berliner Charité in der Ziegelstraße.  

Seine medizinische Arbeit war äußerst erfolgreich, in Selbstversuchen entwickelte er die Spinalanästhesie, legte bahnbrechende Ergebnisse zur Hyperämie und zur Knochen- und Gelenk-Tbc vor sowie veröffentlichte Standardwerke zur chirurgischen Praxis. Während des 1. Weltkrieges erfand er den „Stahlhelm“. Als Operateur an der Ziegelstraße und seiner Privatklinik am Zoo war er weltweit gefragt: Die Prominenz kam zu ihm, Wilhelm II und Reichspräsident Ebert gehörten zu seinen Patienten, letzterer starb an einem Blinddarmdurchbruch.

 

 

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Jahn und die Vereinigten Staaten von Amerika

Dienstag, 06. Dezember 2011

 „Das Land jenseits der großen Pfütze gleicht der Höhle des Löwen, wo die Fußstapfen hinein, aber nicht wieder heraus gehen.“

 

Zu den Widersprüchlichkeiten in der Person Friedrich Ludwig Jahns gehört sein Verhalten gegenüber Auswanderern und Ausländern, das immer wieder von Polemik und Zorn geprägt war. Er verdammte, karikierte und brüskierte; das betraf besonders das Mutterland der Französischen Revolution und auch die Vereinigten Staaten von Amerika als ‚das Land jenseits der großen Pfütze’. War Jahn ein Amerika-Hasser?

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LSB-Präsident Böger eröffnet Ausstellung “Vergessene Rekorde”

Mittwoch, 09. November 2011
 

Klaus Böger äußerte den Wunsch, dass möglichst viele Jugendliche aus Berliner Schulen diese Ausstellung besuchen sollten. 

Der Präsident des Landessportbundes Berlin, Klaus Böger, hat am 7. November 2011 im ‘Haus des Sports’ an der Jesse-Owens-Allee die dreimonatige Ausstellung “Vergessene Rekorde” eröffnet. 

Er konnte unter den Gästen den Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin, Ralf Wieland, und den Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann, begrüßen. Zu den Vertretern der LSB-Mitgliedsorganisationen gehörte auch die langjährige Bezirksbürgermeisterin von Reinickendorf, Marlies Wanjura, jetzt Präsidentin des DLRG-Landesverbandes Berlin. Ein besonderer Dank galt den ‘Ausstellungsmachern’ Prof. Dr. Hans Joachim Teichler und Frau Dr. Jutta Braun, die in die Ausstellung einführten und an die jüdische Sportgeschichte in Berlin vor und nach 1933 erinnerten.

Hier zwei Fotos von der Ausstellungseröffnung >>> 

P1040052  Parlamentspräsident Ralf Wieland/LSB-Präsident Klaus Böger 

P1040063  Prof. Dr. Hans Joachim Teichler

Ausstellung ‘Vergessene Rekorde’ in Berlin

Montag, 07. November 2011

Die Ausstellung “Vergessene Rekorde” kommt vom 8. November 2011 bis zum 24. Januar 2012 nach Berlin. Im ‘Haus des Sports’ an der Jesse-Owens-Allee (Nähe S-Bhf. Olympiastadion) wird u.a. an die Biografien und den sportlichen Werdegang der drei jüdischen Ausnahme-Leichtathletinnen Lilli Henoch (BSC), Martha Jacob (SCC) und Gretel Bergmann (Ulm) erinnert. Auf 22 Text- und Bildbannern sowie an sechs audiovisuellen Stationen werden die jüdische Sportgeschichte und ihre bekanntesten Sportler und Sportlerinnen in Erinnerung gebracht. Aus dem Archiv des Landessportbundes Berlin werden in den Vitrinen Dokumente aus der Zeit vor und nach 1933 ausgestellt.

Die Ausstellung wurde von der Professur für Zeitgeschichte des Sports der Universität Potsdam und dem Zentrum deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg konzipiert und geht zur Zeit mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung in Deutschland auf Wanderschaft. Sie kann montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Sondertermine für Gruppen, Schulklassen, Projekttage o.ä. können unter info@lsb-berlin.org vereinbart werden.

Hier gehts zum Flyer >>> 111018_Handzettel_VR_Berlin

Franz Lieber aus Berlin: Vom Turner der Hasenheide zum Berater von Abraham Lincoln.

Freitag, 01. Juli 2011

 

Es gibt nur wenige Deutsch-Amerikaner, deren Namen, Leben und Wirken sowohl im deutschen Brockhaus und in Meyers Konversationslexikon als auch in der Encyclopedia Britannica und in amerikanischen Nachschlagewerken zu finden sind. Neben Carl Schurz, dem Bürgerkriegsgeneral und US-Innenminister, ist das der Berliner Franz Lieber. Aus dem früheren Turner und Freiheitskämpfer in Preußen wurde in Amerika ein renommierter Jurist, Vater des internationalen Kriegs- und Völkerrechts und Berater des amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln.

 

Franz Lieber wurde am 18. März 1798 in Berlin als neuntes von zwölf Kindern des Eisenwarenhändlers und Wechselmaklers Friedrich Wilhelm Lieber geboren. Seine Mutter Charlotte war eine geborene Baur. Die Familie lebte in einem schmalen Haus in der Berliner Breiten Straße, nicht weit vom Königlichen Schloss entfernt. Franz, der blonde Lockenkopf, war bald zwischen Fischerkietz und Schlossplatz überall bekannt. Durch Witz und Ernsthaftigkeit, überschäumenden Feuereifer und große Gerechtigkeit zeichnete er sich schon in jungen Jahren aus. Nach Besuch der Hartungschen Privatschule und einer abgebrochenen Lehre im Botanischen Garten wechselte er auf das Gymnasium zum Grauen Kloster.

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Einheitsfeier am Reichstag 1990: 14 Jugendliche der Sportjugend Berlin hissen die Bundesflagge.

Montag, 27. September 2010

 

Als einer der Höhepunkte der „Wiedervereinigungsfeier“ in der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1990 wurde um Null Uhr unter dem vom Schöneberger Rathaus übertragenen Läuten der Freiheitsglocke die Bundesflagge vor dem Reichstag aufgezogen. Ein wahrhaft historisches Ereignis, dem Hunderttausende beiwohnten, das in alle Welt übertragen wurde und in den Geschichtsbüchern mit 14 Jugendlichen aus West und Ost verbunden bleibt, die diesen ersten offiziellen ‚Staatsakt’ im wieder vereinten Deutschland vornehmen durften. Es waren junge Sportler und Sportlerinnen aus den ehemals getrennten Stadtteilen West- und Ostberlins, die von der Jugendorganisation des Landessportbundes Berlin im Auftrage des Bundesinnenministeriums ausgewählt wurden.

 

Erinnerungfotos der Bundesregierung für die Jugendlichen

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Berliner Sport von 1945 bis 2009: Die C h r o n i k des Landes-Sportbundes Berlin (LSB).

Dienstag, 20. April 2010

 

Die 1999 in der Festschrift “50 Jahre Landessportbund Berlin – Werden und Wachsen der Sportmetropole Berlin” veröffentlichte Chronik des Berliner Sports wurde 2010 überarbeitet und bis 2009 fortgeschrieben. Sie umfasst die Jahre 1945 – 1949 (Vor-Chronik) und 1949 – 2009 (LSB-Chronik).

Sie steht nunmehr im Netz, wobei Ergänzungen und Korrekturen vom Autor gern entgegengenommen werden. Vorgesehen ist, einige herausragende Termine noch mit Abbildungen und Dokumenten anzureichern.

MN

 

  

  

  

  

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60 Jahre Landessportbund Berlin: Der ’schlafende Riese’ ist erwacht.

Freitag, 13. November 2009

Am 29. Oktober 1949 wurde der Landessportbund Berlin als „Sport-Verband Groß-Berlin“ im Festsaal des alten Amerikahauses in der Kleiststraße gegründet. Im Vordergrund der Zusammenkunft von Vertretern aus 173 lizenzierten Vereinen und 22  gerade gegründeten Fachverbänden stand das Wollen, nach den kurzen Jahren des Wiederaufbaus einer zu großen Teilen zerstörten Stadt und der gerade überstandenen Blockade des Westteils  das sportliche Miteinander in selbstgewählten Vereinen eigenständig – abseits kommunaler Sportprogramme und politischer Bevormundung – zu stärken und die Kontakte der von politischer Teilung bedrohten Berliner Bevölkerung zumindest untereinander bei Sport und Spiel nicht abbrechen zu lassen. Die Gründung des Sportverbandes war auch eine Reaktion auf das Vorhaben der östlichen Seite, die Vereine der drei westlichen Sektoren unter dem „Deutschen Sportausschuss“  zu vereinnahmen. Die politische Trennung zwischen Ost und West, der Kalte Krieg und von Agentenangst und Gegeneinander geprägten Auseinandersetzungen standen im Mittelpunkt der ersten 40 Jahre des Landessportbundes Berlin und der geteilten Stadt.

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Berlin vor 30 Jahren: 1980 – Erster Schulterschluss zwischen Sport und Jugendhilfe führt zur Emanzipation der Sportjugend.

Freitag, 23. Oktober 2009

Vor 30 Jahren wurde in der Quartalsschrift „Neuer Rundbrief“ der Senatsverwaltung für Familie, Jugend und Sport in Heft I von 1980 das Schwerpunktthema „Jugendarbeit und Sport“ in den Mittelpunkt der Diskussionen gerückt. Auf Wunsch der Senatorin für Familie, Jugend und Sport, Ilse Reichel, und ihres Senatsdirektors (Staatssekretärs), Dieter Kreft, sollte damit der Sprachlosigkeit und auch Hilflosigkeit der Jugendhilfe gegenüber dem Sport und der sportlichen Jugendarbeit begegnet und möglichst fruchtbare Kooperationen eingeleitet werden. Dieter Kreft  leitete die Diskussionen mit seinem Beitrag „Jugendhilfe und Sport – Eine vergessene Aufgabe der Jugendarbeit“ ein, Prof. Dr. C. Wolfgang Müller (TU Berlin) und Prof. Dr. Hans Gerhard Sack (Universität Marburg-Fluktuationsanalyse) beleuchteten Hintergrund und Perspektiven. Die Sportjugend Berlin nahm grundsätzlich Stellung und lieferte mit ihrer gerade angelaufenen „Sozialen Offensive“ und den ersten Erfahrungen ihrer verbandseigenen Jugendbildungsstätte praktische Handlungsfelder und Kooperationsvorschläge. Prof. Müller konstatierte beiden Bereichen der Jugendarbeit ‚gesellschaftlich bedeutsame Tätigkeiten, die das gemeinsame Schicksal teilen, für politisch rückwärts gerichtete Ziele ebenso  eingespannt worden zu sein wie für politischen und gesellschaftlichen Fortschritt’. 

Zu den Beiträgen von Dieter Kreft und Wolfgang C. Müller hier: Kreft 1980  und Müller 1980.

Für die Sportjugend bedeutete diese Schwerpunktsetzung seit den achtziger Jahre weitere jugendpolitische Emanzipation mit ständig größer werdenden Herausforderungen. Gegen starke WTrimm Dich/Archiv des LSB Berliniderstände in der etablierten Sozialarbeit wurden neue und von jungen Menschen selbst bestimmte Mitwirkungsmöglichkeiten der Jugendarbeit des Sports entwickelt, die sich in der Praxis bewährten, Kooperationen vielfältigster Art auslösten und mit der Deutschen Einheit eine neue Qualität der sportlichen Jugendarbeit, der Integrations- und Sozialarbeit des Sports einleiteten. Anfang der neunziger Jahre – 1993 vor der Vollversammlung der Sportjugend Berlin – beantwortete Prof. Dr. Manfred Kappeler (TU Berlin) die Frage nach der Bedeutung der Kooperation zwischen Sport und Jugendhilfe mit der Feststellung: Wir brauchen nicht mehr Sozialarbeit im Sport, sondern mehr Sport in der Sozialarbeit.

Der nachstehende Beitrag von 1979 stand am Anfang der Diskussionen und gab erste Impulse von Seiten des Sports und der Sportjugend. In einem Rückblick auf die Jahre 1980 bis 2010 wird in Kürze an dieser Stelle darauf eingegangen, was in den letzten 30 Jahren erreicht wurde und wie sich „Jugendhilfe und Sport“ heute verstehen und darstellen.

 

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Sport in Berlin: Daten zur Berliner Sportgeschichte

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Erster Teil von 1334 bis 1899

Zweiter Teil von 1900 bis 1999 folgt

Dritter Teil ab 2000 folgt

Für Ergänzungen und Korrekturen bin ich dankbar. MN

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